

Seit Dienstag, den 12.02.2008 gibt es in Reinheim wieder eine Juso-Arbeitsgemeinschaft. Über 10 Jugendliche aus Reinheim nahmen am Gründungstreffen im Volkshaus teil. „Bereits vier AGs der Jusos wurden in den letzten Monaten gegründet oder neu organisiert. Mit der neuen AG in Reinheim erhalten wir nun in diesem Geschäftsjahr eine geballte Hand voll Verstärkung. Von 23 Kreisgemeinden sind wir nun in 15 Gemeinden direkt vor Ort gut organisiert.“, berichtet Martin Griga, Vorsitzender der Jusos Darmstadt-Dieburg auf dem Gründungstreffen stolz.
Zur Vorsitzenden der AG Reinheim wurde einstimmig Kanya Pawlewicz-Rupp gewählt, ihr stehen die stellvertretende Vorsitzende Christina Göckel und der Schriftführer Manuel Graulich zur Seite. Das Vorstandsteam wird durch die Beisitzer Katharina Rechel, Christian Butschek, Konstantin Gavras und Janne-Laura Ripper, vervollständigt. „Wir wollen nicht im eigenen Saft schmoren. Deshalb richten wir einen regelmäßigen, offenen Stammtisch ein, an dem alle jungen Menschen in Reinheim teilnehmen und sich mit ihren Ideen und Vorstellungen einbringen können“, kündigte Kanya Pawlewicz-Rupp an. Ein erster Schwerpunkt der Arbeitsgemeinschaft wird die Umweltpolitik in Reinheim sein. Dieses Thema wollen die Jusos gleich anpacken und der SPD-Fraktion in Reinheim ein Ideenpapier vorlegen.
Als Ehrengäste konnten an diesem Abend der designierte Landtagsabgeordnete Patrick Koch, Jusos Bezirksvorstandsmitglied Swen Klingelhöfer, der Vorsitzende der Jusos Darmstadt-Dieburg Martin Griga und der Reinheimer Stadtverordnetenvorsteher Harald Heiligenthal, sowie der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Thomas Knöll begrüßt werden. Knöll zeigte sich überglücklich und versprach den Jusos für zukünftige Projekte die Unterstützung des SPD-Ortsvereins und der Fraktion. Martin Griga sagte nach der Versammlung sichtlich erfreut: “Die Jusos sind nach der gewonnen Landtagswahl weiter auf dem Vormarsch und bleiben die führende politische Jugendorganisation im Landkreis Darmstadt-Dieburg.“ Auch Catrin Geier, die stellvertretende Juso-Kreisvorsitzende, freut sich sehr darüber, dass Reinheim nun kein weißer Fleck mehr auf der Landkarte der Jusos ist.
Veröffentlicht am 08.04.2009
Obdachlos – kein Dach über dem Kopf: Persönliche Schicksalsschläge oder politische Unruhen haben zu allen Zeiten dazu beigetragen, dass Menschen ihr Zuhause verloren haben. Auch heute und in einem Sozialstaat wie Deutschland gibt es Männer, Frauen und sogar Kinder, die aus unterschiedlichen Gründen auf der Straße leben.
Für die Jusos Reinheim steht fest, dass diese Menschen die Unterstützung der Gesellschaft brauchen. Dazu gehöre, auch Obdachlose mit Respekt und entsprechend ihrer Menschenwürde zu behandeln, fasste die stellvertretende Vorsitzende Christina Göckel die Meinung der Jusos zusammen.
Auf besondere Kritik stieß daher das von der CDU-Fraktionsvorsitzenden Angelika Froede verfasste Schreiben vom 17.02.2008. Obdachlose werden dort pauschal unter einen Generalverdacht gestellt. „Wir Jusos können nachvollziehen, dass die Anwohner in Georgenhausen Bedenken haben. Anstatt diese jedoch weiter zu schüren, erwarten wir von verantwortungsvollen Politikern Augenmaß und eine sachliche Debatte. Insbesondere, wenn noch gar keine Entscheidungen feststehen,“ erklärt die Juso-Vorsitzende Kanya Pawlewicz-Rupp.
Vorstandsmitglied Manuel Graulich konnte den Anwesenden von seinen persönlichen Erfahrungen berichten. Er wohnt in unmittelbarer Nähe der bisherigen Notunterkunft am Teichweg und versicherte, er sei nie belästigt worden oder habe sich gar bedroht gefühlt. Diese Einschätzung deckt sich mit den Aussagen vieler weiterer Anwohner. Für den Landtagsabgeordneten Patrick Koch steht daher fest: „Die CDU hat anscheinend trotz der Schlappe bei den Landtagswahlen nichts dazu gelernt. Anstatt Lösungen aufzuzeigen werden wieder einmal Vorurteile geschürt und statt Politik wird Polemik auf dem Rücken sozial Schwächerer gemacht.“
Die Jusos sind sicher, dass die Stadt Reinheim verantwortungsvoll handeln und eine praktikable Lösung finden wird. Sie fordern alle Fraktionen auf, konstruktiv und sachlich daran mitzuarbeiten.
Veröffentlicht am 08.04.2009